9. April 2026 • Sicher und geschützt arbeiten
Sicherheitsbewusstsein ist die Fähigkeit von Mitarbeitern, Bedrohungen zu erkennen, einzuschätzen und richtig darauf zu reagieren. Die meisten Unternehmen konzentrieren sich auf digitale Risiken, doch physische Bedrohungen sind ebenso real. Ein Mitarbeiter, der einem Fremden eine gesicherte Tür aufhält, stellt ebenso ein Sicherheitsrisiko dar wie einer, der auf eine Phishing-E-Mail klickt. Echtes Sicherheitsbewusstsein umfasst beides.
Warum physische Bedrohungen genauso gefährlich sind wie digitale
Physische Sicherheitsrisiken werden leicht übersehen, da sie weder eine Firewall-Warnung noch einen Virenalarm auslösen. Sie ereignen sich in Fluren, Empfangsbereichen und auf Parkplätzen. Ein Besucher, der sich Zugang zu einem Serverraum verschafft, ein auf einem Schreibtisch liegender ausgedruckter Bericht oder ein Anruf von jemandem, der vorgibt, vom IT-Support zu sein: Nichts davon taucht in einem Systemprotokoll auf, doch all dies kann zu einer schwerwiegenden Sicherheitsverletzung führen.
Ein wirksames Sicherheitsbewusstsein berücksichtigt beide Ebenen: die physische Sicherheit und die digitale Sicherheit. Zusammen bilden sie die verhaltensbezogene Grundlage jeder Sicherheitsrichtlinie.
Physische und digitale Bedrohungen im Vergleich
| Art der Bedrohung | Konkretes Beispiel | Digitales Beispiel |
|---|---|---|
| Unbefugter Zugriff | Durch eine gesicherte Tür drängeln | Anmeldung mit gestohlenen Zugangsdaten |
| Social Engineering | sich als Techniker oder Zusteller ausgeben | Phishing-E-Mail von einem falschen Vorgesetzten |
| Informationsleck | Vertrauliche Dokumente unbeaufsichtigt lassen | Versenden vertraulicher Dateien über private E-Mail-Adressen |
| Geräterisiko | Einen Laptop sichtbar im Auto liegen lassen | Den Bildschirm nicht sperren, wenn man sich kurz entfernt |
| Unbeabsichtigte Exposition | Vertrauliche Angelegenheiten in der Öffentlichkeit besprechen | Ein Passwort auf einen Post-it-Zettel schreiben |
Warum Sicherheitsbewusstsein bei den Menschen beginnt und nicht bei der Technologie
Firewalls, Zugangsberechtigungen und Verschlüsselung sind unverzichtbar, doch sie können nicht vor einem Mitarbeiter schützen, der der falschen Person die Tür öffnet oder auf einen überzeugenden Link klickt. Die größte Schwachstelle jedes Sicherheitssystems ist das menschliche Verhalten – und menschliches Verhalten lässt sich trainieren.
Unternehmen, die das Sicherheitsbewusstsein sowohl im physischen als auch im digitalen Bereich stärken, verzeichnen weniger Vorfälle, erkennen Bedrohungen schneller und verfügen über eine Sicherheitskultur, die auch dann Bestand hat, wenn niemand hinschaut.
Was sind die Inhalte eines Kurses zur Sensibilisierung für Sicherheitsfragen?
Ein guter Kurs zur Sensibilisierung für Sicherheitsfragen beschränkt sich nicht nur auf Phishing-Tests. Er schult die Mitarbeiter darin, Bedrohungen sowohl in der realen Welt als auch am Bildschirm zu erkennen. Zu den typischerweise behandelten Themen gehören:
- Phishing-Angriffe und Social-Engineering-Versuche erkennen
- Sicherer Umgang mit Passwörtern und Zugangsdaten
- Sicherheit beim physischen Zugang und Verhinderung von „Tailgating“
- Der Umgang mit vertraulichen Informationen im Büro und unterwegs
- Meldung von Vorfällen: wann und wie
Ein einmaliger Kurs ist ein Anfang, aber keine Lösung. Wissen verblasst schnell, wenn es nicht vertieft wird. Eine wirksame Schulung zur Sensibilisierung für Sicherheitsfragen wirkt kontinuierlich: kurze Lernmomente, regelmäßige Wiederholungen und direktes Feedback.
Schulung zur Sensibilisierung für Sicherheitsfragen mit Guardey
Guardey bietet eine Plattform für Schulungen zur Sensibilisierung für Sicherheitsfragen, die über ein jährliches E-Learning-Programm hinausgeht. Die Mitarbeiter erhalten jede Woche eine kurze Aufgabe, die sowohl physische als auch digitale Bedrohungen behandelt, die für ihr Unternehmen relevant sind. Phishing-Simulationen testen die Reaktionen in realistischen Situationen, und Führungskräfte erhalten über ein übersichtliches Dashboard einen klaren Überblick darüber, wo die Risiken liegen.
Sicherheitsbewusstsein wird zur Gewohnheit und nicht zu einer jährlichen Pflicht.